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IT-Betreuung für Arzt- und Therapiepraxen: wer sie anbietet und worauf es ankommt

Stand 12.10.2026 nennen 14 IT-Firmen aus der Region Zentralschweiz, Zürich, Aargau und Schaffhausen Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxen als Zielgruppe, 7 davon bieten IT-Support oder Managed Services an. Weitere 32 nennen das Gesundheitswesen, Spitäler, Kliniken oder Pflege. Hier stehen alle mit Ort und Profil. Dazu kommt, was eine Praxis von ihrer IT-Firma verlangen sollte und was Datenschutzgesetz und Berufsgeheimnis dafür bedeuten.

Bytewahl · aktualisiert am · 7 Minuten Lesezeit

46
nennen Praxen oder das Gesundheitswesen
IT-Firmen der Region, Stand 12.10.2026
14
nennen Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxen
ausdrücklich, in Zielgruppe oder Beschreibung
7
davon mit IT-Support oder Managed Services
laut Leistungen im Profil

Welche IT-Firmen nennen Arztpraxen als Zielgruppe?

Von den 505 IT-Firmen, die Bytewahl in der Region Zentralschweiz, Zürich, Aargau und Schaffhausen führt, nennen 14 auf ihrer Website Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxen als Zielgruppe. 7 davon bieten laut Profil IT-Support oder Managed Services an, also die laufende Betreuung, die eine Praxis im Alltag braucht. Die übrigen nennen Praxen als Kunden, führen in ihrem Profil aber Leistungen wie Software, Netzwerk, Telefonie oder Hosting und keine laufende Betreuung.

14 Firmen nennen Praxen. Firmen mit publizierten Preisen zuerst, danach alphabetisch. «Nennt» gibt die Begriffe aus Profil und Beschreibung wieder.
FirmaOrtNenntIT-Support oder Managed Services im Profil
mac&web GmbHSchaffhausenArztpraxenJa
Swisdoco AGBuchsArztpraxen, Praxisnetzwerke–
axiena AGHorgenArztpraxenJa
BlueCare AGWinterthurArztpraxen, Spitäler, E-Health–
Bögli ICT AGWinterthurArztpraxen, PflegeheimeJa
FBS Informatik AGSuhrArztpraxenJa
Future Advice GmbHBaarArztpraxen, Gesundheitsorganisationen–
HINT AGLenzburgSpitäler, Pflegeheime, Arztpraxen–
InfraOne IT Solutions GmbHWinterthurArztpraxenJa
PowersolutionsLuzernArztpraxen–
Top Line Electronic GmbHAarauArztpraxen, ZahnarztpraxenJa
vality AGRoot D4Gesundheitswesen, Spitäler, ArztpraxenJa
Vitabyte AGKilchbergArztpraxen, Therapiepraxen, Gesundheitswesen–
Voicepoint AGWetzikonGesundheitswesen, Arztpraxen, Spitäler–

Von den 7 Firmen mit Betreuung nennen 4 ihre Supportzeiten, 2 einen Notfalldienst und 4 ein Gebiet für Einsätze vor Ort. Was auf der Website fehlt, gehört in Ihre Fragen vor dem Auftrag.

Firmen, die das Gesundheitswesen allgemein nennen

Weitere 32 Firmen nennen das Gesundheitswesen, Spitäler, Kliniken, Pflege oder die Spitex, aber keine Praxen. Ein Teil davon nennt vor allem Spitäler und Kliniken, entwickelt Software oder betreibt Rechenzentren. Für eine Praxis mit wenigen Arbeitsplätzen kommen davon am ehesten jene in Frage, die auch IT-Support oder Managed Services anbieten, das sind 17.

Firmen mit publizierten Preisen zuerst, danach alphabetisch.
FirmaOrtNenntIT-Support oder Managed Services im Profil
new-win SW Solutions AGSuhrSpitäler, Kliniken, Spitex–
Active Sourcing AGPfäffikon SZGesundheitswesen–
Asecus AGUsterGesundheitswesenJa
Ateleris GmbHBruggGesundheitswesen–
Aveniq AGBadenGesundheitswesenJa
axelion AGRothenburgGesundheitswesen, Spitäler, PflegeheimeJa
bbv Software Services AGLuzernMedizintechnik, Gesundheitswesen–
btc.jost AGBaden-DättwilGesundheitswesenJa
COMED AGStansGesundheitswesen, GesundheitsinstitutionenJa
Comfox AGHünenbergGesundheitswesenJa
Condeva AGPfäffikon SZGesundheitswesenJa
Cyberlink AGZürichGesundheitswesen–
Datapunctum AGWollerauGesundheitswesen–
Datawise GmbHAarauSpitäler, Kliniken, Gesundheitswesen–
Heyde (Schweiz) AGZürichGesundheitswesen–
Infofactory AGBruggGesundheitswesen–
INTEGRATE Informatik AGRoot D4Gesundheitswesen–
IQS AGZofingenGesundheitswesen–
leanux.ch AGVolketswilPflege–
MDS Digital AGThalwilSpitälerJa
Nine Internet Solutions AGZürichGesundheitswesenJa
ParCom Systems AGEmmenSpitäler, Alters- und PflegeheimeJa
rockIT AGZürichGesundheitswesenJa
Safe Swiss Cloud AGZürichGesundheitswesenJa
SCODi Solutions AGBeckenriedSpitex-Organisationen–
Sevida GmbHSempach StationLangzeitpflege, LangzeitpflegeinstitutionenJa
SOFTEC AGSteinhausenSpitälerJa
stramec solutions agKriensGesundheitswesen, Spitäler, Kliniken–
Swiss IT Professional AGHettlingenGesundheitswesenJa
Swiss Post Cybersecurity AGAarauGesundheitswesen–
VSHN AGZürichGesundheitswesenJa
zurichnetgroup AGPfäffikon SZGesundheitswesenJa

Wo diese Firmen sitzen

Nach Hauptsitz gezählt sitzen die meisten der 46 Firmen in den Kantonen Zürich (16) und Aargau (12). In Obwalden und Uri hat keine von ihnen ihren Hauptsitz. Firmen mit Standorten in mehreren Kantonen stehen hier nur beim Hauptsitz.

KantonFirmendavon nennen Praxen
Zürich166
Aargau124
Luzern82
Schwyz40
Zug31
Nidwalden20
Schaffhausen11
Obwalden00
Uri00

Für Einsätze vor Ort zählt die Fahrzeit zur Praxis mehr als die Kantonsgrenze. Alle IT-Firmen eines Kantons stehen auf den Ortsseiten, etwa im Kanton Luzern, im Kanton Zürich oder im Kanton Aargau. Firmen für die laufende Betreuung finden Sie unter IT-Support und Managed IT Services, für Firewall, Virenschutz und Backup-Konzept unter IT-Sicherheit.

Was eine Praxis von ihrer IT-Firma braucht

Eine Praxis hat oft nur wenige Arbeitsplätze, aber während der Sprechstunde muss alles gleichzeitig laufen: Agenda, Praxissoftware, Abrechnung, Telefon, E-Mail und die Geräte im Behandlungszimmer. Diese Punkte gehören in die Offerte.

  • Praxissoftware. Klären Sie, wer sie betreut, der Hersteller oder die IT-Firma, und wen Sie bei einer Störung zuerst anrufen. Seit dem 1. Januar 2026 ersetzen TARDOC und die Ambulanten Pauschalen den Arzttarif TARMED für ambulante ärztliche Behandlungen (BAG). Fragen Sie, ob die Firma solche Umstellungen in anderen Praxen schon begleitet hat.
  • Verschlüsselte E-Mail. Die FMH empfiehlt Arztpraxen, E-Mails mit Patientendaten zu verschlüsseln und Fax auf ein Minimum zu beschränken (FMH, Empfehlung 9). Für das Gesundheitswesen bietet die Health Info Net AG dafür HIN Mail an. Lassen Sie sich zeigen, wie die IT-Firma die Verschlüsselung einrichtet und wer die Zugänge verwaltet.
  • Elektronisches Patientendossier. Ärztinnen und Ärzte, die seit dem 1. Januar 2022 eine Zulassung zur Tätigkeit zulasten der Grundversicherung beantragen, müssen den Anschluss an eine zertifizierte Gemeinschaft für das elektronische Patientendossier nachweisen (Art. 37 Abs. 3 KVG). Die Praxis muss dann Dokumente im Dossier ablegen und dort abrufen können (eHealth Suisse). Gilt das für Ihre Praxis, fragen Sie, wie Praxissoftware und IT-Firma das unterstützen.
  • Geräte im Behandlungszimmer. Röntgen, Ultraschall oder Laborgeräte hängen oft an einem Praxis-PC oder am Netzwerk. Klären Sie, ob der Gerätelieferant oder die IT-Firma für diesen PC zuständig ist, bevor jemand Updates installiert.
  • Erreichbarkeit. Fällt die Praxissoftware am Montagmorgen aus, ist das Wartezimmer voll. Vereinbaren Sie eine Reaktionszeit für Ihre Sprechstundenzeiten und eine Vertretung, wenn die zuständige Person in den Ferien ist. Wie Sie das festhalten, steht im Ratgeber zum IT-Wartungsvertrag.
  • Einsätze vor Ort. Netzwerk, Drucker, Kartenleser und Geräte lassen sich nicht immer per Fernwartung beheben. Fragen Sie, wie schnell jemand in der Praxis sein kann und ob die Anfahrt extra kostet.
  • Backup. Die FMH empfiehlt ein regelmässiges Backup, das ausserhalb der Praxisräume aufbewahrt wird, und mindestens einmal im Jahr einen Test, ob sich die Daten zurückspielen lassen (Empfehlung 8). Auch für ein Backup in der Cloud gelten Datenschutz und Geheimhaltungspflicht. Verlangen Sie das Protokoll des letzten Tests.

Was Datenschutz und Berufsgeheimnis für die IT bedeuten

Daten über die Gesundheit sind nach dem Datenschutzgesetz besonders schützenswerte Personendaten (Art. 5 Bst. c Ziff. 2 DSG). Die Praxis und die IT-Firma, die in ihrem Auftrag Daten bearbeitet, müssen mit technischen und organisatorischen Massnahmen eine Datensicherheit gewährleisten, die dem Risiko angemessen ist (Art. 8 DSG).

Überträgt die Praxis die Bearbeitung an eine IT-Firma, muss sie sich vergewissern, dass diese die Datensicherheit gewährleisten kann. Zulässig ist die Übertragung nur, wenn keine gesetzliche oder vertragliche Geheimhaltungspflicht sie verbietet, und Dritte wie ein Rechenzentrum oder einen Subunternehmer darf die IT-Firma nur mit vorgängiger Genehmigung der Praxis beiziehen (Art. 9 DSG). Bemerkt die IT-Firma eine Verletzung der Datensicherheit, meldet sie das der Praxis so rasch als möglich. Die Praxis meldet sie dem EDÖB, wenn sie voraussichtlich zu einem hohen Risiko für die betroffenen Personen führt (Art. 24 DSG).

Dazu kommt das Berufsgeheimnis. Ärzte, Zahnärzte, Chiropraktoren, Psychologen, Pflegefachpersonen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und weitere im Gesetz genannte Gesundheitsberufe sowie ihre Hilfspersonen machen sich strafbar, wenn sie ein Geheimnis offenbaren, das ihnen im Beruf anvertraut wurde (Art. 321 StGB). Wie das auf Ihre Praxis und Ihre IT-Firma anzuwenden ist, beantwortet diese Seite nicht.

Die FMH empfiehlt Arztpraxen, externe IT-Dienstleister nach einer sorgfältigen Prüfung ihres Angebots auszuwählen, sie mit monatlichen oder fallweisen Rapporten zu überwachen und vertraglich festhalten zu lassen, wie sie die Sicherheitsvorgaben der Praxis einhalten (Empfehlung 11). Zahnarzt- und Therapiepraxen können die elf Empfehlungen als Massstab nehmen.

Was Sie vor dem Auftrag klären sollten

  • Erfahrung mit Praxen. Fragen Sie, wie viele Praxen Ihrer Grösse die Firma betreut und welche Praxissoftware sie kennt. Lassen Sie sich eine Praxis nennen, die Sie anrufen dürfen.
  • Zuständigkeit. Lassen Sie schriftlich festhalten, wofür die IT-Firma zuständig ist und wofür der Hersteller der Praxissoftware oder der Gerätelieferant.
  • Reaktionszeit und Vertretung. Eine Reaktionszeit für Ihre Sprechstundenzeiten und eine benannte Vertretung gehören in den Vertrag.
  • Daten und Backup. Lassen Sie sich sagen, wo Daten und Backup liegen, in der Praxis, in einem Rechenzentrum oder in der Cloud, und in welchem Land. Verlangen Sie das Protokoll der letzten Probe-Wiederherstellung.
  • Subunternehmer. Lassen Sie sich alle Rechenzentren und Subunternehmer nennen, die mit Ihren Daten arbeiten. Neue brauchen Ihre vorgängige Genehmigung.
  • Vertrag. Verlangen Sie einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung mit Geheimhaltung, auch für Mitarbeitende und Subunternehmer der IT-Firma, mit der Meldung von Sicherheitsvorfällen an die Praxis und der Rückgabe der Daten bei Vertragsende.
  • Zugänge. Vereinbaren Sie, dass die Praxis eine Liste aller Zugänge zu Praxissoftware, HIN, Firewall und Microsoft 365 erhält und bei jeder Änderung eine neue. Fällt die IT-Firma aus, kann sonst niemand weiterarbeiten.

Woran Sie eine verlässliche Firma sonst erkennen, steht im Ratgeber Verlässlichen IT-Dienstleister erkennen. Wie Sie danach zwei oder drei Offerten Position für Position vergleichen, steht unter IT-Offerten vergleichen, und welche Stundensätze und Pauschalen Firmen der Region publizieren, unter Was IT-Support ein KMU kostet.

Häufige Fragen

Welche IT-Firma betreut Arztpraxen in Luzern?

Stand 12.10.2026 nennen zwei Firmen mit Sitz oder Standort im Kanton Luzern Arztpraxen als Zielgruppe: Powersolutions in Luzern und vality AG in Root D4. Eine davon führt IT-Support oder Managed Services in ihrem Profil. Weitere 6 nennen das Gesundheitswesen, Spitäler oder Pflege. Das sind Angaben der Firmen selbst. Für Einsätze vor Ort kann auch eine Firma aus einem Nachbarkanton nahe genug sein. Die Ortsseite Kanton Luzern auf Bytewahl zeigt alle IT-Firmen im Kanton.

Welche IT-Firmen sind auf Arztpraxen spezialisiert?

Ob eine Firma spezialisiert ist, lässt sich von aussen nicht prüfen. Stand 12.10.2026 nennen 14 IT-Firmen aus der Region Zentralschweiz, Zürich, Aargau und Schaffhausen Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxen als Zielgruppe, 7 davon bieten IT-Support oder Managed Services an. Fragen Sie nach Praxen Ihrer Grösse, die die Firma betreut, und nach der Praxissoftware, die sie kennt.

Darf eine IT-Firma auf Patientendaten zugreifen?

Das Datenschutzgesetz erlaubt, die Bearbeitung von Personendaten einer IT-Firma zu übertragen, wenn die Praxis sich vergewissert, dass die Firma die Datensicherheit gewährleisten kann, und keine gesetzliche oder vertragliche Geheimhaltungspflicht die Übertragung verbietet (Art. 9 DSG). Für Praxen gilt zudem das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB. Regeln Sie Geheimhaltung, Subunternehmer und die Meldung von Sicherheitsvorfällen im Vertrag und klären Sie Einzelheiten mit einer Fachperson.

Braucht eine Arztpraxis HIN?

Die FMH empfiehlt Arztpraxen, E-Mails mit Patientendaten zu verschlüsseln. HIN Mail ist ein Dienst der Health Info Net AG für verschlüsselte E-Mail im Gesundheitswesen und ein Weg dazu. Klären Sie mit Ihrer IT-Firma, wie die Verschlüsselung eingerichtet wird und wer die Zugänge verwaltet.

Wie oft sollte eine Arztpraxis ihr Backup testen?

Die FMH empfiehlt Arztpraxen, regelmässig ein Backup zu erstellen, es ausserhalb der Praxisräume aufzubewahren und mindestens einmal im Jahr zu testen, ob sich die Daten daraus wiederherstellen lassen. Lassen Sie sich von der IT-Firma das Protokoll des Tests geben.

Was kostet IT-Betreuung für eine Arztpraxis?

Preise, die nur für Praxen gelten, publiziert zurzeit keine Firma der Region. Der Median der 27 publizierten Stundensätze von IT-Firmen der Region liegt bei CHF 168. Was eine Praxis bezahlt, hängt von der Zahl der Arbeitsplätze, der Reaktionszeit während der Sprechstunde und davon ab, ob Backup und Sicherheit in einer Pauschale enthalten sind. Holen Sie zwei oder drei Offerten auf dieselbe Anfrage ein.

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